Ich werde es nur einmal sagen

Kennt ihr den Satz: „Hör mir (bitte) gut zu, denn ich werde es nur einmal sagen“?

Bestimmt hat den jeder schon mindestens einmal gehört.

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Es geht um Signale (Hör- und Sichtzeichen).
Es geht darum was wir anstellen müssen, um einem Hund beizubringen, unsere Signale zu ignorieren und sie ihm richtiggehend zu verleiden.

Was erwarten wir vom Hund, wenn wir diesem ein Signal (ein Hör- und/oder Sichtzeichen) zum Handeln geben? Ich behaupte mal, dass hier die Ansichten weit auseinandergehen und dass es eine Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit gibt. Da hat so ziemlich jeder eigene Kriterien. Und manche Menschen sind leidensfähiger als andere.

Die meisten guten Trainer haben eine klare Vorstellung davon. Unser vierbeiniger Kumpel soll die Anfragen ohne zu zögern, schnell, unmittelbar und in der richtigen Performance beantworten. Das heißt, dass er sofort von seinem momentanen Tun ablässt und die entsprechende Reaktion zeigt.

Soweit die Theorie.

Und denken wir nicht gerade alle „schön wär’s“?

Natürlich setzt das voraus, dass der Hund verstanden hat, was er wie tun soll.

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WAS ABER IST PASSIERT, wenn dem Hund der Sinn so garnicht danach steht, auf unsere Anfrage zu reagieren, er mehrmaliges Rufen auszublenden scheint und unsere Einladung schlichtweg ignoriert? Was, wenn er null Bock zu haben scheint?

Zu dieser Thematik gibt es einen tollen Blogbeitrag von Kamal Fernandez:
Comfortably uncomfortable

Um zu verstehen, warum ein Hund etwas nicht tun möchte, muss man schon tiefer graben und wie Kamal schreibt, es kommt immer darauf an.
Meiner Ansicht nach gibt es einen weiteren Punkt (aber vielleicht fällt der möglicherweise unter „Relationship“).

Im englischen gibt es einen sehr guten Begriff dafür:

POISONED CUE

Karen Pryor beschreibt diesen Sachverhalt in ihrem Buch „Reaching the animals mind“ wie folgt: „… a poisoned cue occurs when a dog associates unpleasant things with a cue. Because of these unpleasant associations, the dog will either hesitate to perform the behavior or not do it at all …“

Mit eigenen Worten, ein Signal ist vergiftet (der Hund zeigt auf ein Signal nur eine zögerliche oder gar keine Reaktion), wenn der Hund mit diesem Signal unangenehme Assoziationen verbindet. Er wird dieses Verhalten nur mühsam ausführen können.

Ein „poisoned cue“ ist ein abgenutztes Hörzeichen (oder auch Sichtzeichen). Ein Signal, dessen Wert für den Hund verlorengegangen ist. Wenn ich dem Hund ein Signal z. B. zum Sitzen gebe, seinen Namen rufe und er entweder nicht handelt, gleichgültig etwas anderem nachgeht oder er eine andere nervöse Handlung zeigt.

Wie passiert so etwas denn?
Wenn der Hund für richtiges Verhalten zu wenig belohnt wird
Wenn die Erwartungen an den Hund zu hoch sind
Wenn man Verhalten von jungen Hund einfordert anstatt sie zu fördern
Wenn man den Hund unentwegt zutextet
Wenn man jedes Hörzeichen fünfmal sagt
Wenn der Hund nur noch „NEIN“ heißt

Wenn man seinen Hund zu sehr nervt

Wer mehr darüber lesen möchte:

https://www.fenzidogsportsacademy.com/blog/poisoned-cues

https://www.clickertraining.com/node/164

 

 

 

 

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Obedience meets Dummytraining

Letztes Wochenende bin ich der Einladung von Claudia Himmert gefolgt und habe beim DRC (Deutscher Retriever Club) ein Seminar zum Thema „Fußarbeit“ gegeben. Bei herrlichstem Wetter durfte ich wunderbaren und vor allen Dingen aufgeschlossenen Teams mein Lieblingsthema näherbringen.

https://drc-oberbayern.de/eb-seminartermine/v105-19-obedience-heelwork-meets-dummytraining.html?fbclid=IwAR06GzCCZMvjwSB-NlvQYJMQ1S6k4vB8tTFrOMU14IaBoTpIVMtcsTEsSD8

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Susanne, Craig und Kamal

So, nun hat es geklappt!
Drei Termine, drei Highlights, drei außergewöhnliche Trainer.

2020 wird ein ganz besonders schönes Jahr und ich freue mich riesig darauf.

Susanne Jaffa
Obedience Individual Seminar (keine Anfänger)
17. bis 19. April 2020

Craig Ogilvie
Interactive Play Workshops
6. und 7. Juni 2020

Kamal Fernandez
Obedience
31. Oktober bis 2. November 2020

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Nettigkeit

Nettigkeit

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29. Mai 2019 · 1:20 pm

Impressionen

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Hier ein paar Impressionen aus dem Oberpfälzer Wald. Wir waren zu Gast bei der SV OG Schwarzenfeld um dort ein Obedience-Seminar zu geben. Tolle Menschen, super Hunde, großartige Gastfreundschaft und eine wunderschöne Umgebung, die meine Hunde und  ich bei einem ausgiebigen Spaziergang genießen konnten.

 

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Entscheidungen

„Nettigkeit ist übrigens keine Eigenschaft, sie ist eine Entscheidung.“ Muriel Aichberger

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Fluch und Segen

Facebook ist Segen und Fluch zugleich. Ein Segen, wenn man es dazu nutzt, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ich liebe es zu sehen, welche Fortschritte Teams machen, wenn aus Welpen Hunde werden, wenn ein neues vierbeiniges Familienmitglied dazukommt. Lustige und traurige Erlebnisse mit Hunden, Fotos und alles drumherum. Die Wissenschaft rund um den Hund.

Darüberhinaus hat Facebook unschätzbaren Unterhaltungswert.

Aber mal ganz ehrlich, wer muss sich nicht mindestens einmal am Tag Fremdschämen, wenn er das ein oder andere Statement oder einen Text überfliegt?

Was man früher gemeinhin seinem Friseur erzählte (was passiert da denn jetzt?), wird nun in epischer und geradezu exhibitionistischer Weise (FB-ADHS) der Weltöffentlichkeit präsentiert. Über Geschmack lässt sich da allemal streiten. Viel witziger als die Postings sind meistens die Kommentare darunter (dafür sollte man sich ruhig mal Zeit nehmen). Jeder, der etwas loswerden, anprangern, jemanden ans Bein pinkeln, angeben, oscarrednern, provozieren, „fishing for compliments“, unterschwellig andeuten (die kryptischen Postings sind mir persönlich am liebsten – da kann man so viel hineininterpretieren) oder unter die Leute bringen will, tut sich in der Regel keinen Zwang an – was raus muss, muss halt raus.

Gelegentlich sollte man seine eigene Perspektive zurechtrücken, locker bleiben und sich fragen, was im Leben zählt. Letztlich ist alles ist nur ein Fliegenschiß im Universum 🙂

 

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